Amateurfunkblog über Contest+DX für den interessierten Funkamateur

Montag, 5. Juli 2021

Die Saison auf 6m und 4m Teil II

Guten Tag,

Sonntag ein wenig Arbeit am Klub. Heiko hat den Rasenmäher gequält um den Außenbereich wieder für Besucher zu verschönern -tnx! Dann haben wir es geschafft die 80m GP zu demontieren. Die wird erst im September wieder aufgebaut um nicht im Weg zu stehen. War an einigen Stellen eingewachsen, wie auch unser Eingangsbereich. Überall wo der Mulcher vom QRL nicht das Grünzeugs beseitigt ist leider persönlicher Einsatz nochwendig. Wenn der Mulcher allerdings die Radials der 80m Antenne erwischt kommt das auch nicht gut. Also vor der Herbstsaison neue Radials und Kabel tw. ersetzen.

Nun zum 4m und 6m. Bei 70MHz hilft es sehr WJST in den Reporting Modus zu schalten. Dann kann am QRL-Rechner mit dem PSK-Reporter sehen was der 7300 empfängt.  Die Aktivität dort hält sich in Grenzen, was natürlich auch den Freigaben geschuldet ist. Aber auch in den letzten Wochen gab es wieder ein paar neue Felder und der Länderstand steigt langsam. 

6m bringt schöne Öffnungen, hier mal ein Bild vom 29./30.6..


Schon der 29.6. brachte mit XT2AW ein neues Land. Durch den Rekordniederschlag vom 29.6. zum 30.6. hatte ich einen ruhigen QRL-Tag, also mit gutem Bauchgefühl 6m überwacht. Bis zum frühen Nachmittag etwa 60 QSOs mit JA, BY, HL gefahren und mit AP2AM mal wieder ein neues DXCC. Dann am Nachmittag ein wenig USA, Signale in/out und zwischendurch genügend Zeit für QRL und am späten Nachmittag auch noch für ein Nickerchen. Die Kunst besteht darin, rechtzeitig zur nächsten Öffnung aufzuwachen-hi.  Und am Ende das Tages noch eine Karibiköffnung inkl. J35X als neues DXCC. 

Gestern neben der Arbeit am Klub auch ein wenig 6m gefunkt. Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, ruhig immer mal CQ rufen. Es gab mehrere kurze Öffnungen Richtung USA und wieder ein neues Feld. Aktivität entscheidet, zu den Hilfsmittels und zu FT8 habe ich meine Meinung ja schon gepostet. Eine ausführliche Statistik folgt am Saisonende. 

Am nächsten WE steht der IARU-HF an. Wenn es mein QRL zuläßt, werde ich auch mal wieder KW machen und den Contest durchziehen. Vorher endlich mal mal wieder ein OV-Abend mit den Funkfreunden am Klub. Man hat sich ja tw. schon einige Monate nicht gesehen.

Mehr nach dem nächsten WE, 73s de Uwe DL3BQA


Samstag, 26. Juni 2021

Urlaub ohne Amateurfunk

Es soll sowas geben, ja.... Sicher habe ich in den zwei Wochen einiges auf 6m und 4m verpasst, aber auch egal. Dafür schon mal ein wenig durch KO12 und KO13 gefahren. Dort und in LY (KO23 und KO34) ist die nächste VHF-Expedition geplant. Hier ein Reisebericht mit Bildern, eigentlich für ein Wohnwagenforum von mir geschrieben, híer leicht redaktionell bearbeitet. Wir waren vom 11.6.-25.6.2021 unterwegs.

Wie oft sind wir auf unseren Touren schon durch Malbork gefahren, mit dem Gedanken die mächtige Ordensritterburg auch mal anzuschauen. Dieses Jahr war es endlich soweit. Es gibt einen CP unweit der Burg http://www.malbork-kemping.eu/?page_id=191 der außer Schatten alles bietet. Für 70Zl (etwa 15,50€) Auto, QEK, 2 P, inkl. Strom, Dusche usw. völlig okay. Empfangsgebäude sieht nicht so vertrauenserweckend aus, aber Sanitär sauber und neu. Nicht mit dem Parkplatz an gleicher Adresse verwechseln, bis zum CP weiter fahren. Einziger Nachteil, Lage an der Bahnstrecke und ein paar Mücken. Hat uns nicht wirklich gestört, Vorteil s.u.. Supermarkt Biedronka 5min zu Fuß entfernt, Weg in die Innenstadt schon etwas weiter.

  • Burg war am Tag nach der Anreise fällig, da gab’s allerdings Regen und wir sind erst am Nachmittag über den Nogat und haben uns umgeschaut. Da wir ja vor der Ferienzeit unterwegs waren, hielt sich der Trubel in Grenzen. Wer allerdings meint, er könnte von der Flussseite gleich in die Burg, irrt sich gewaltig. Fußmarsch auf die Stadtseite und Eintritt gibt es nur mit einer Audioführung und zu einem Preis zu dem wir lieber essen gehen. Also nur Außenfotos. Schon eindrucksvoll. Dafür die Kohle im Restaurant oberhalb des CPs gut angelegt http://www.bistronafali.pl/

    Hier noch 4 Bilder der Burg





    Sonntag per Zug nach Gdansk, Bahnstation nur 300m vom CP, Fahrkarten gibt’s zum Spottpreis beim Schaffner. Für Ü60 25% Rabatt (Senior erwähnen und Ausweis zeigen). Die 45min bis fast ins Zentrum von Gdansk haben uns zu zweit hin und zurück mit dem Personenzug keine 10€ gekostet. Vom Bahnhof ist man in 15min zu Fuß im Herzen der Stadt und hat ausgiebig Zeit zum Bummel. Beide Züge waren übrigens auf die Minute pünktlich. Wer mehr Zeit hat, kann von Malbork aus auch Elblag (per Zug oder Auto) oder Frombork (besser mit dem Auto) erkunden.




Am Montag die Strecke nach Bialowieza in Angriff genommen. Was sollte man dazu wissen? Die S7 ist nur bis etwa zum Ende der Masuren 4-spurig, eine Lösung über andere Routen als vorgeschlagen und ein wenig mehr Kartenstudium wäre wahrscheinlich effektiver gewesen. Mein VW-Navi hatte schon bei der Planung völlig verk….., also Here we go auf der gesamten Tour benutzt. Aber all diesen Lösungen kann man nur bedingt vertrauen. Wie auch immer, am späten Nachmittag waren wir hier, nach etwa 5,5h angekommen:


Alle Campingmöglichkeiten dort im Ort befinden sich auf Gehöften. Dieser Platz ist zentraler gelegen als die meisten anderen, gut eingerichtet mit netten Gastgebern. 90 Zloty/Nacht mit allen Annehmlichkeiten (leider inkl. lästiger Mücken). Am Abend noch ein Parkspaziergang.


Dienstag Besuch des NP-Zentrums. Die gewaltigen Bisons kann man auch in der freien Natur finden, dazu stehen an vielen Punkten im Gebiet Aussichtspunkte. Darauf würde ich im Sommer aber nicht unbedingt vertrauen. Von der Info in Bialowieza aus werden auch Führungen angeboten, leider waren wir an dem Tag die einzigen ausländischen Touris. Hilfreicher ist die NP Info auf der Strecke Hajnowka-Bialowieza. Dort bekam ich auf Englisch alle Infos, die mir fehlten. Also erst NP-Zentrum https://bpn.com.pl/index.php?o…&id=67&Itemid=119&lang=en



Lohnt sich. Danach Ausflug zum Siemianowka-Staussee. Nicht so einfach die Strände zu finden. Befanden sich auch noch im Modus „Vorsaison“ bieten aber tw. interessante Campingmöglichkeiten, wenn wir nochmal dort hinkommen sollten wäre der Bondary-Strand nicht die schlechteste Wahl für ein oder zwei Nächte:


Anschließend noch zum Grenzübergang. Normalerweise gibt es dort einen kleinen Grenzverkehr für die NP-Besucher visafrei zu Fuß und mit dem Fahrrad. Hat sich natürlich z.Z. erledigt.

 


 

Wir gehen ins Kloster.... Von Bialowieza nach Wigry.

Auf den Touren ins Baltikum sind wir auch schon durch Suwalki gefahren, ohne mal die Sehenswürdigkeiten dieses Teils von Podlachien anzuschauen. Diesmal sollte es aber unbedingt das Kloster Wigry sein. Man fährt also einfach durch Wigry, bis es nicht mehr weitergeht. Dann landet man bei Halina (U Haliny) auf einen CP mit toller Aussicht, direkt am See und am Kloster und erstaunlich wenigen Mücken.

https://suwalszczyzna.com.pl/o…vUYYtplxJk99QgcGTuEym7Ogg

 


Kosten 60Zl ohne Strom/70 mit. Sahen mit dem Junior wohl bedürftig aus, bekamen den Strom geschenkt…. Duschen mit Münzen bzw. Chips, alles sauber und ordentlich. Lohnt sich auch für mehr als eine Nacht. Aussicht herrlich, Wassersportmöglichkeiten am See und Ausflugsschifffahrt möglich. Gaststätte auch gleich nebenan, wobei der CP als Aussichtspunkt für das dortige Personal dient und 7 Uhr die Arbeiten in der Küche und auch Bauarbeiten am Kloster beginnen. Das ist aber der einzige Nachteil.

 Masuren

Der zweite Teil des Urlaubs sollte eher Erholung am Wasser werden. Da es von Wigry in die Masuren nur eine kurze Strecke ist, blieb noch Zeit für Erkundungen um den optimalen CP zu finden. Wir sind also um den Niegocin-See gefahren, die CPs um Rydzewo, Wilkasy und Gizycko waren, trotz Vorsaison, schon gut belegt, die Marinas ebenfalls. Da wir in der Ecke auch schon Urlaub ohne Caravan gemacht haben, kennen wir uns ein wenig aus. Also noch ne Runde zwischen Dargin- und Mamrysee, nichts Passendes gefunden und dann doch auf dem C-175 (CP Rusalka) am südlichen Rand von Wegorzewo/Angerburg) eingekehrt. Den kannten wir von einer Zwischenübernachtung auf unserer ersten QEK-Tour 2015. Lage schön, allerdings Sanitär aus den 70ern (trotzdem brauchbar und sauber) aber recht weit weg von den Stellpätzen und Wassereinstiege etwas steinig. Dafür Laden aufm Platz, der auch am WE die Grundversorgung sicherstellt. Vorsaison recht ruhig, da an einem Nebensee mit weniger Schiffsverkehr. Auch halbwegs friedliche Bürger als Nachbarn. Preis inkl. Strom in der Vorsaison 72Zl =16€ inkl. Strom und Duschen. Lage gut, kaum Mücken. Nebenan ein neues Resort mit Ferienhäusern, aufgeschüttetem Strand und Halligalli. Da die Gaststätte am CP in der Vorsaison um 17 Uhr schließt (???) sind wir dort mal essen gegangen. An Badetagen pralles Leben, mit Campingmöglichkeiten am Wasser, die aber alle belegt waren. Vom Nachbarplatz hier ein ruhiges Abendbild:

 

Da ist der CP Rusalka eindeutig die bessere Wahl, da keine Tagesgäste am Strandbad.

Wegorzewo/Angerburg hat mittlerweile eine schön ausgebaute Marina, man kann dort in etlichen Lokalen gut und preiswert essen und in/an der Marina auch campen. Leider mangels Kundschaft keine Seentour möglich. Also Mamerki-Bunker besichtigt und kurz an der Schleuse des Masurischen Kanals vorbei geschaut. Mamerki-Bunker mit der Nachbildung vom Bernsteinzimmer sind schon mal einen Ausflug wert.




 In Gizycko/Lötzen brennt auch in der Vorsaison schon die Luft. Wir hatten in den Jahren zuvor schon die Feste Boyen und die Stadt besichtigt. Die Eko-Marina war knüppelvoll, da hätten wir nicht campen wollen. Die Stadt mit Parkautomaten vollgepflastert, muss man nicht haben. Dafür am schön am Hafen flaniert und eine kleine Schiffstour 3 Seen/ 3 Kanäle gemacht. Drehbrücke mal von der Wasserseite aus passiert.


Und wenn man mal nur Leute gucken will, in die nächste Kneipe und:

Das ist Bier mit Himbeersaft. Lecker, aber bei der Hitze gefährlich. Wir hatten dort täglich Badewetter und sind, nach 3 ÜN, am Sonntag bei >30Grad zur Ostsee aufgebrochen. Dazu mehr in nächsten und letzten Beitrag.

Am Sonntagvormittag in Richtung Ostsee/Leba aufgebrochen. Auch hier niemals dem Navi vertrauen. Baustellen mehr als erwartet und wieder eine neue Möglichkeit kennengelernt, die Masuren von Ost nach West zu durchqueren… Dafür rollte es auf der S22 und S6 recht gut, am frühen Nachmittag bei 33 Grad aufgebaut und danach in der flachen Ostsee abgekühlt. In Leba den CP 48 ausgewählt. Beste Strandnähe im Kiefernwald, in der Vorsaison nicht mal zu Hälfte belegt, wenig Mücken und mit 90Zl für die Lage preiswert. 300m zum Strand, Restaurants und kleine Läden vor der Tür. Stadt und Hafen in 10 Minuten zu Fuß erreichbar oder mit den Sammeltaxen, weil auch völlig mit Parkautomaten vermint. Montag ebenfalls das Badewetter ausgenutzt.



Aber eigentlich waren wir ja wegen der Dünen in Leba und die haben wir natürlich besichtigt. Etwas außerhalb der Stadt, vom Parkplatz bis zu den Dünen kann man die 5,5km laufen, Fahrrad fahren oder für 33ZL hin und zurück pro Person die Sammeltaxen nehmen (beste Lösung). Der Aufstieg beansprucht die Waden etwas, lohnt sich aber auf jeden Fall. Anschließend noch ein Blick auf den Lebsko-See und danach am Hafen eine Stärkung.


Auch in Leba war schon was los, wenn auch einige Geschäfte erst zum Ferienbeginn am 25.6. öffnen und die Jahrmärkte noch beim Aufbau waren. Wir waren gern am Hafen, Stadtbummel muss natürlich auch sein und am Abend auf dem CP konnte man in Ruhe den Tag Revue passieren lassen.



Freitag Rückreise, S6 von Slupsk-Koszalin 2 spurig, dann durch die Stadt, Navi kam nicht klar… Von Koszalin an 4-spurig, mit Rastplätzen, aber immer noch ohne Tankstellen. Musste zwischendurch abfahren- unbedingt beachten! Das war dann aber das letzte, kleine Problem in diesem Urlaub, nach 2363km kamen wir wohlbehalten zu Hause an.

Worauf ist aktuell zu achten:

-Für die Einreise genügt ein PCR-oder Antigentest (nicht älter als 48h) oder der Nachweis der vollständigen Impfung bei der Einreise (keine Kontrolle) Test soll auf Polnisch oder Englisch ausgestellt sein. Bei der Rückreise keine Einschränkungen/Pflichten. Soll wohl noch bis 31.8. gelten. Im Land selbst keinerlei Abfragen.

-Maskenpflicht in Geschäften, Hände entweder desinfizieren oder bereitgestellte Handschuhe nutzen. Wird aber nicht überall ernst genommen und wir haben keine Kontrolle erlebt. In Gaststätten zwanglos…

-Bargeldbeschaffung, viele Automaten wollen Gebühren, die werden bei keiner Kreditkarte mehr erstattet. Wir haben das nach 2 Versuchen an Banken aufgegeben, bei denen es im letzten Jahr noch kostenlos war, Geld mit der Visakarte abzuheben. Es war tw. billiger in Wechselstuben zu tauschen, als am Automaten Geld zu ziehen. Wir haben auch kleinere Beträge oft mit Karten bezahlt, bei denen keine Gebühren für den Einsatz in Fremdwährungen anfallen (DKB, Revolut).

Unser östlicher Nachbar ist immer eine Reise wert. 

73s de Uwe DL3BQA






Mittwoch, 9. Juni 2021

Die Saison auf 6m und 4m

Hallo,

lange nichts mehr geschrieben. Es gibt wohl auch doch noch ein paar andere Sachen als nur AFU. Am ersten WE im Mai haben wir nur gebastelt und gebaut und ansonsten kam irgendwie häufig was dazwischen.

Der 7300 hat selbst mit suboptimaler Antenne (mein Mast hat sich nach über 35 Jahren verabschiedet) schon schöne QSOs auf 4m gebracht. Es ging bis nach EA8, auch in SSB. Auf 6m steht etwas mehr zur Verfügung. Hier gab es einige schöne Öffnungen. Mittlerweile gab es neue wkd DXCCs und die Anzahl der gearbeiteten Felder steht nun bei >800. Leider in dieser Saison alles nur in FT8. 

Hier mal ein Screenshot vom 4.6.. Macht sich gut mit dxmaps Dieses Jahr gab es bisher einige schöne Öffnungen, Highlight für mich waren 4xYV an einem Abend (Screeshot wurde vorher erstellt).

 



Nochmal zu FT8 und den schönen Hilfsmitteln wie dxmaps oder pskreporter. Viele der Öffnungen würde man sonst überhaupt nicht bemerken. Natürlich ist es frustrierend sein Flag irgendwo zu sehen, wo man auch gern hinfunken würde und kein OP vor Ort ist. Aber überwiegend ist es einfach spannend die Reichweite des eigenen Signals zu verfolgen, auch wenn kein QSO möglich wird. Dazu noch die Chatfunktion bei ON4KST mit Gleichgesinnten zu nutzen, bringt auch das eine oder andere spannende QSO. So konnte ich z.B. mit Hilfe von SP8WJW und MSK144 endlich eines der einsamen Löcher in meiner Locatorkarte (KN09) schliessen- tnx Piotr! 

Was hilft? Genügend Zeit haben um sich ein wenig Gefühl dafür erarbeiten, was so gehen könnte. Dazu auch einfach mal CQ rufen, manchmal wird man überrascht. Gott sei Dank habe ich ein flexibles QRL. Trotzdem noch etliche Felder und einige Länder verpaßt. Man muß wohl Rentner sein, um nichts zu verpassen. 

Später mehr, 73s de Uwe DL3BQA